Ordination Dr. A. Rogan

Pränatale (Vorgeburtliche-) Untersuchungen

 

Ab der vollendeten 10. Schwangerschaftswoche:

 

· NIPT - Untersuchung der zellfreien DNA:

· Ziel: Abklärung, ob eine Trisomie 21 (Down-Syndrom), eine Trisomie 13 oder eine Trisomie 18 vorliegt ohne das begleitende Risiko einer Punktion. In besonderen Situationen werden auch die Chromosomen X und Y untersucht. Mehr als 99 Prozent der häufigsten Trisomie – Trisomie 21 (Down-Syndrom) – werden mit dem HarmonyTM Prenatal Test erkannt.

· Methode: Blutabnahme. Der Test analysiert zellfreie, fragmentierte DNA (Bruchstücke kindlicher Erbinformation) des Kindes im Blut der Mutter.

· 11. - 14. SSW*: Nackenfaltemessung und 1. Trimesterscreening

· 11. - 14. SSW: Combined Test

· 15. - 20. SSW: Triple Test

· 16. - 18. SSW: Amniocentese (Fruchtwasserpunktion) - bei entsprechender Indikation.

· 22. SSW: Organscreening

· 35. SSW: Ultraschall

 

*SSW — Schwangerschaftswoche

 

Ergänzende Erläuterungen zu den einzelnen Untersuchungen:

 

Nackenfaltemessung: Mittels Ultraschall wird die Hautdicke im Bereich des Nackens Ihres Kindes gemessen. Daraus lässt sich ersehen, ob chromosomale Fehlbildungen (z.B. Down-Syndrom) wahrscheinlich sind oder nicht. Auch Verdacht auf Herzfehler ließe sich ableiten.

 

1. Trimesterscreening: in Ergänzung zum oben genannten wird mittels Ultraschall zusätzlich überprüft, ob die 4 Extremitäten, der Magen, die Wirbelsäule, die Bauchdecke bzw. der Nabelschnurabgang und die Harnblase Auffälligkeiten aufweisen oder nicht.

 

Combined-Test: Beim risikolosen Combined-Test zwischen der 11.- 14.SSW kann durch die Kombination aus...

· Ultraschalluntersuchung (Messung der kindlichen Nackentransparenz)

· bestimmten mütterlichen Serum-Hormonparametern (nämlich freies ß-hCG und

    PAPP-A)

· sowie unter Berücksichtigung des altersabhängigen Risikos

 

...die Wahrscheinlichkeit von Mongolismus (Down-Syndrom) beim Ungeborenen berechnet werden.

 

Der Combined-Test kann durch eine Down-Syndrom-Erkennungsrate von 90% ( bei einer Falsch-positiv-Rate von 5%) als frühe und effektive Screening-Methode eingestuft werden.

· Durch reines Alters-Screening werden 30%-40% aller Feten mit Down-Syndrom entdeckt.

· NT-Screeing entdeckt ungefähr 80% aller Kinder mit Down-Syndrom.

· Serum-Screening (freies ß-hCG und PAPP-A) entdeckt rund 60% aller Kinder mit Down-Syndrom.

· Die Kombination (Combined-Test) dieser drei Methoden ist mit einer Erkennungsrate von 90% am effektivsten.

· Ein von zehn Kindern mit Down-Syndrom wird jedoch auch mit diesem Test nicht erkannt.

 

Das Ergebnis des Combined-Test ist in den meisten Fällen beruhigend und stellt - insbesondere für Frauen über 30 - eine wertvolle und frühzeitige Entscheidungshilfe dar, ob eine risikobehaftete Plazenta- oder Fruchtwasserpunktion zur Chromosomenabklärung des Föten durchgeführt werden soll oder nicht.

 

Der Combined-Test ist kostenpflichtig; bei einem entsprechend hohem Risikowert übernimmt die Krankenkasse aber unabhängig vom mütterlichen Alter die Kosten der anschließenden Plazenta- oder Fruchtwasseranalyse.

Medizinische Informationen

 

Triple Test: auch hier werden aus dem mütterlichen Blut Hormonwerte bestimmt. Diese werden mit dem Schwangerschaftsalter, das ganz genau mittels Ultraschallmessungen bestimmt wird, in Bezug gebracht.

So wird Ihr persönliches Risiko (=Wahrscheinlichkeit) berechnet, mit welchem Ihr Kind eine chromosomale Fehlbildung haben kann.

 

Amniocentese: dabei wird ultraschallkontrolliert Fruchtwasser entnommen. Die darin befindlichen kindlichen Zellen werden auf Anzahl und Struktur ihrer Chromosomen untersucht. Außerdem wird der Wert eines bestimmten Eiweißes im Fruchtwasser bestimmt, der eine eventuelle Verschlussstörung der Wirbelsäule anzeigen kann.

Diese Punktion ist zwar mit gewissen Risiken verbunden (0,5-1%), sie ist aber die einzige Methode, um zu einem eindeutig aussagefähigen Ergebnis zu kommen, d.h. sie ist nicht nur eine Wahrscheinlichkeitsberechnung.

 

Organscreening: bei dieser Ultraschalluntersuchung werden verschiedene Größen Ihres Kindes vermessen sowie eine Reihe von Organen genau inspiziert. Sollten dabei Auffälligkeiten gesehen werden, werden Sie darüber sogleich aufgeklärt.

Etwaige weiterführende Untersuchungen können dann genau besprochen werden.

 

Ultraschall in der 35. SSW: hierbei wird nochmals die Kindeslage und Kindesgröße bestimmt.

 

Bei Auftreten von besonderen Fragen, bestimmten Krankheiten sowie Problemen während dieser - oder auch bei einer vorangegangenen Schwangerschaft bzw. Geburt - ist eine intensive Betreuung wichtig. Neben den medizinischen Untersuchungen liegen mir die persönliche Zuwendung und die ausführliche Besprechung auftretender Fragen besonders am Herzen. Um auch wichtige Aspekte Ihrer psychischen Befindlichkeit und Ihrer aktuellen Lebenssituation einbeziehen zu können, besteht auf Wunsch die Möglichkeit zu psychotherapeutischen Beratungsgesprächen. Näheres in der Rubrik „Psychotherapie“.