Ordination Dr. A. Rogan

Medizinische Informationen

HPV-Infektion

 

Mit dem Begriff HPV (Humanes Papillomavirus) wird eine Gruppe von über 100 eng miteinander verwandten Virustypen bezeichnet. Eine HPV-Infektion kann bei jeder sexuell aktiven Frau (ebenso wie beim Mann) auftreten. Auch Menschen, die schon lange kein aktives Sexualleben mehr haben, können mit HPV infiziert sein, da das Virus den Körper nicht verlässt.

HPV ist die häufigste sexuell übertragbare Infektion bei Frauen und Männern.

Grundsätzlich besteht jedoch kein Anlass zur Sorge.

 

Besonderes Augenmerk verlangen aber jene HPV-Infektionen, die aufgrund gewisser Virustypen im Zusammenhang mit dem Auftreten des Gebärmutterhalskrebses gesehen werden müssen. Bestimmte HPV-Typen können in einem Zeitraum von mehreren Jahren zu Veränderungen führen, die dann zu Krebs werden können. Ein solcher Prozess geht aber langsam von statten und es bleibt genügend Zeit, durch regelmäßige Gebärmutterhalsabstriche und durch die Behandlung eventuell auftretender Zellveränderungen dies zu verhindern.

Auch bei der Diagnose jener gefährlicheren HPV-Typen erkrankt die große Mehrheit der Frauen NICHT an Gebärmutterhalskrebs. Die Früherkennung von Veränderungen durch Gebärmutterhalsabstriche ist die beste Vorsichtsmaßnahme gegen Gebärmutterhalskrebs.

 

HPV-Testing

 

HPV-Testing wird in einigen Ländern schon für Frauen ab dem 30. Lebensjahr angeboten und besteht aus einem "Bürstchenabstrich " vom Muttermund und Gebärmutterhalses und ist schmerzlos. Wenn in der anschließenden molekularbiologischen Untersuchung keine "high-risk" Viruspartikel gefunden werden, besteht für mehrere Jahre keine Gefahr, an den häufigsten Gebärmutterhalstumoren zu erkranken. Diese Untersuchung ist privat zu bezahlen. Bei suspekten "Krebsabstrichbefunden" werden die Kosten der Abnahme und der HPV-Typisierung von der Sozialversicherung getragen.